Froschkasten

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Der Name "Froschkasten" geht auf die zahlreichen Frösche zurück, die im Netzschuppen des Gastwirts überwinterten. Jedes Jahr begrüßten diese das neue Frühjahr mit lautem Gequake. Dieser Vorgang trug zur Belustigung der Gäste bei, die teilweise nur deswegen den „Froschkasten“ besuchten und machten die Gaststätte über die Stadtgrenzen hinaus berühmt.

Mit der städtebaulichen Erneuerung des Kiez’ wurde auch dieses Gebäude 1777 nach einem Entwurf von G. Chr. Unger errichtet. Auf dem Haus lag das Braurecht und somit ist der »Froschkasten« die älteste noch existierende gastronomische Einrichtung Potsdams. Der Wirt betrieb früher hauptsächlich Fischerei und nebenbei die Schankwirtschaft. Durch den Ausbau seines Gartens schuf er die Grundlage zu einem der beliebtesten Lokale.

Einst verzierten Knochen die Wände des Schankraumes. Diese stammten von länger gedienten Soldaten des I. Garde-Regiments zu Fuß. Ehemalige Rekruten dieses Potsdamer Regiments feierten im „Froschkasten“ ihr "Fest der alten Knochen". In der preußischen Armee wurden Soldaten als „Alte Knochen“ bezeichnet, wenn sie mindestens ein Dienstjahr hinter sich hatten. Diese Überlegenheit gegenüber den jüngeren Rekruten zeigten sie durch den Besitz eines alten Knochens. Diese ausgekochten Rindsknochen waren oftmals liebevoll mit Dienstszenen verziert. Diese Tradition wurde in den nachfolgenden deutschen Armeen mit der „EK-Bewegung“ fortgeführt, wobei das Tragen eines bemalten Bandmaßes das Privileg der Altgedienten Soldaten war.