Ludwig Eisermann

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Ludwig Eisermann (* 29.07.1910; † 26.08.1981 in Potsdam) war Politiker in der DDR, Stellvertretener des Generaldirektors der Staatlichen Schlösser und Gärten Sanssouci in Potsdam und Widerstandskämpfer sowie Opfer des Faschismus.

Geschichte

Ludwig Eisermann wurde am 29. Juli 1910 als Arbeiterkind geboren. Mit 18 Jahren wurde er Mitglied in der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD). Er bekleidete im Hamburger Ortsteil Barmbeck verschidene Funktionen. Als Adolf Hitler im Jahr 1933 an die Macht kam, war Eisermann gezwungen in die Illegalität abzutauchen. Dennoch wurde er 1934 verhaftet und wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" verurteilt. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe wurde Eisermann 1937 in das Konzentrationslager (KZ) Sachsenhausen verschleppt. Im Jahr 1944, als der faschistischen Werhrmacht der Nachschub an Soldaten ausging, wurde Eisermann in das Strafbataillon 999 zwangsrekrutiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Eisermann - neben parteipolitischen - verschiedene staatliche Funktionen. So war er persönlicher Referent von Otto Grotewohl,dem ersten Ministerpräsidenten der DDR, Botschaftsrat in der ČSSR, Direktor der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald und Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates des Bezirkes Erfurt. Im Jahr 1960 wurde er Stellvertreter des Generaldirektors der Staatlichen Schlösser und Gärten Sanssouci in Potsdam.

Ludwig Eisermann starb am 26. August 1981 in Potsdam und wurde im Ehrenhain des Neuen Friedhofs beigesetzt.

Quellen

  • „Besonders jetzt tu deine Pflicht!“ – Kurze biografische Darstellungen über antifaschistische Widerstandskämpfer, die in der Stadt und im Kreis Potsdam lebten und wirkten; Herausgeber: Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR, 1988; S. 24f