Charlotte Baumgarten

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Charlotte Baumgarten (* 07.10.1895 in Berlin; † 26.12.1986 in Potsdam) war Kulturfunktionärin und ein Opfer des Faschismus.

Geschichte

Charlotte Baumgarten wurde am 07.10.1895 in Berlin geboren. Im Jahr 1927 trat sie der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei und übernahm kurze Zeit später verantwortungsvolle Funktionen. So wurde sie ab 1929 Bezirksabgeordnete der KPD in Berlin-Neukölln und gehörte seit 1932 der Unterbezirksleitung Berlin-Süd an. Nach dem Machtantritt der Faschisten im Jahr 1933 ging sie gemeinsam mit ihrem Mann Hans als Mitarbeiterin der Kommunistischen Internationale (Komintern) nach Moskau. Im Auftrag der Komintern fuhren beide im Jahr 1938 nach Paris, wo sie beide 1939, nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, verhaftet wurden. Charlotte wurde im Lager Rieucros interniert und ihr Mann im Lager Vernet. Zwei Jahre später gelang beiden die Emigration nach Mexiko, wo sie weiter politisch aktiv waren.

Nach Charlottes und Hans' Rückkehr im Jahr 1952 wurde sie Direktorin des Instituts für Literatur und Sprachen an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften im Potsdamer Stadtteil Babelsberg. Ab 1958 war sie im Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer tätig. Sie setzte sich besonders für die Freundschaft zwischen der DDR und Mexiko ein und betätigte sich auch journalistisch.

Charlotte Baumgarten starb am 26.12.1986 in Potsdam und wurde im Ehrenhain des Alten Friedhofs in der Heinrich-Mann-Allee beigesetzt.

Quellen

  • „Besonders jetzt tu deine Pflicht!“ – Kurze biografische Darstellungen über antifaschistische Widerstandskämpfer, die in der Stadt und im Kreis Potsdam lebten und wirkten; Herausgeber: Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR, 1988; S. 9f